Buchen
Ursprung und Geschichte der Dolomiten
Entstehung und Geschichte

Eine der besonderen Eigenschaften, die die Dolomiten so einzigartig auf der Welt machen, ist die wissenschaftliche Erforschbarkeit ihrer geologischen Entstehungsgeschichte und ihrer seit über 250 Millionen Jahren durchlaufenen Verwandlung. Die Geologen und Wissenschaftler, die sich mit der Entstehung und dem geologischen Zeitalter unseres Planeten befassen, haben ihr Entstehen - dank Elementen, die „ein spektakuläres Zeugnis“ ablegen - auf vor 270 bis 200 Millionen Jahren im Zeitalter des Oberperm und der Trias eingestuft. Das im Mesozoikum begonnene, sehr langsame Auftauchen aus dem tropischen Meer, die Atolle und Korallenriffe, die im Laufe der Jahrtausende zu den heute von uns bewunderten Gipfeln und Berggruppen wurden, erzählen die Erdgeschichte im Verlauf der Zeit, also im vertikalen Sinne, ebenso wie im Verlauf des Raumes, also im horizontalen Sinne ihrer Ausbreitung. Es ist schwierig, in wenigen Zeilen einen Roman zusammenzufassen, der Jahrtausende von Gesteinsbildung und Geschichte beschreibt. Dies kann man besser auf der Website der UNESCO-Dolomiten nachlesen.

Hingegen darf das lange Kapitel der von den Bergbewohnern geschriebenen Menschheitsgeschichte,  wenn auch nur angeschnitten, nicht vernachlässigt werden: von den Anfängen der Jagd und der Viehzucht bis hin zu den schwierigen Anfängen der Berglandwirtschaft und zur u.a. auch architektonischen gemeinschaftlichen Organisation der ladinischen „Viles“ (Weiler).

Von den Tragödien des Ersten Weltkriegs bis zu den Geschichten des Bergsteigens, Tourismus und Skifahrens werden die Dolomiten heute zum Erbe aller, wodurch sie als die berühmtesten Berge der Welt bezeichnet werden können. Eine unendliche, unerschöpfliche Geschichte, die bis heute andauert, und Wissenschaftler und Forscher aus der ganzen Welt anlockt, um diese Berge zu erforschen und zu erkunden. 

Erst vor zwanzig Jahren entdeckte man im Naturpark Fanes-Sennes-Prags das Fossil einer Ur-Echse, die Megachirella-Wachtleri (der zweite Name ist der ihres Entdeckers Michael Wachtler), welche im Mai 2018 von Wissenschaftlern per Computer rekonstruiert wurde und wohl vor genau 240 Millionen Jahren gelebt hat und damit zur Mutter aller Schuppenkriechtiere unseres Planeten wurde. Es ist kein Zufall, dass das Wissenschaftsmagazin Nature ihr das Cover mit dem Titel "Der Ursprung aller Echsen" widmete.

St. Martin in Thurn
Geöffnet: 26.12.2018 - 06.01.2019
St. Vigil in Enneberg
Geöffnet: 03.05.2019 - 31.10.2019