Dolomiten UNESCO Welterbe
Unsere Gipfel als Naturdenkmäler

Zertifizierung

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2009 - Die Dolomiten wurden zum UNESCO-Welterbe

Ein historisches Datum für die Dolomiten und die dazugehörigen Regionen und Territorien ist der 26. Juni 2009, als die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) 9 verschiedene Gebirgssysteme der Provinzen Bozen, Trient, Belluno, Udine und Pordenone, in die Liste der UNESCO-Welterbestätten aufgenommen hat. Damals gab es weltweit 962 Stätten auf der Liste, inzwischen belaufen sie sich auf 1073 (Februar 2018). Auf dieser prestigeträchtigen Liste steht Italien mit 53 Stätten an erster Stelle, gefolgt vom hypothetischen Podium Chinas mit 52 und von Spanien mit 46 Stätten. Darunter befinden sich die Dolomiten mit einem der ausgedehntesten Gebiete überhaupt und zählen zu den wenigen Stätten, gemeinsam mit den Äolischen Inseln und dem Monte San Giorgio, die zum Weltnaturerbe gehören. Für die UNESCO, die bei ihrer Auswahl sehr sorgfältig und streng vorgeht, gehören die Dolomiten zu den Superlativen der Naturphänomene. Sie sind Gebiete von unglaublicher  Bedeutung und Schönheit und dienen als außergewöhnliches Beispiel für einen Großteil der Entwicklung der Erdgeschichte. Dadurch tritt die Tatsache, dass dort die schönsten Berglandschaften der Welt bewundert werden können, fast in den Hintergrund. San Vigilio und San Martin liegen im Herzen der nördlichen Dolomiten und im Schatten der Puez-Geisler-Gruppe, zwei der 9 Naturschutzgebiete des UNESCO Dolomiten-Welterbes. Tatsächlich sind die Dolomiten aufgrund vieler besonderer Eigenschaften einzigartig auf der Welt. Die vereinzelten Gipfel, die Zinnen und Türme, die sich majestätisch in den Himmel erheben und an wahre Naturdenkmäler erinnern; die ineinander verschmelzenden Berggruppen, die unendliche Landschaften von zerklüfteter und dichterischer Schönheit bilden; die weltweit höchsten Wände aus Kalkstein, die schon immer all die fasziniert haben, die die Gelegenheit hatten, sie zu besichtigen, haben bereits im Jahre 1757 den britischen Philosophen und Politiker Edmund Burke dazu gebracht, zu sagen: "Kein Kunstwerk ist so groß und erhaben, wie es sich selbst vormacht zu sein; dieses Vorrecht gehört nur der Natur". Dies bringen die Dolomiten perfekt zum Ausdruck.

Entstehung und Geschichte

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Ursprung und Geschichte der Dolomiten

Eine der besonderen Eigenschaften, die die Dolomiten so einzigartig auf der Welt machen, ist die wissenschaftliche Erforschbarkeit ihrer geologischen Entstehungsgeschichte und ihrer seit über 250 Millionen Jahren durchlaufenen Verwandlung. Die Geologen und Wissenschaftler, die sich mit der Entstehung und dem geologischen Zeitalter unseres Planeten befassen, haben ihr Entstehen - dank Elementen, die „ein spektakuläres Zeugnis“ ablegen - auf vor 270 bis 200 Millionen Jahren im Zeitalter des Oberperm und der Trias eingestuft. Das im Mesozoikum begonnene, sehr langsame Auftauchen aus dem tropischen Meer, die Atolle und Korallenriffe, die im Laufe der Jahrtausende zu den heute von uns bewunderten Gipfeln und Berggruppen wurden, erzählen die Erdgeschichte im Verlauf der Zeit, also im vertikalen Sinne, ebenso wie im Verlauf des Raumes, also im horizontalen Sinne ihrer Ausbreitung. Es ist schwierig, in wenigen Zeilen einen Roman zusammenzufassen, der Jahrtausende von Gesteinsbildung und Geschichte beschreibt. Dies kann man besser auf der Website der UNESCO-Dolomiten nachlesen.

Hingegen darf das lange Kapitel der von den Bergbewohnern geschriebenen Menschheitsgeschichte,  wenn auch nur angeschnitten, nicht vernachlässigt werden: von den Anfängen der Jagd und der Viehzucht bis hin zu den schwierigen Anfängen der Berglandwirtschaft und zur u.a. auch architektonischen gemeinschaftlichen Organisation der ladinischen „Viles“ (Weiler).

Von den Tragödien des Ersten Weltkriegs bis zu den Geschichten des Bergsteigens, Tourismus und Skifahrens werden die Dolomiten heute zum Erbe aller, wodurch sie als die berühmtesten Berge der Welt bezeichnet werden können. Eine unendliche, unerschöpfliche Geschichte, die bis heute andauert, und Wissenschaftler und Forscher aus der ganzen Welt anlockt, um diese Berge zu erforschen und zu erkunden. 

Erst vor zwanzig Jahren entdeckte man im Naturpark Fanes-Sennes-Prags das Fossil einer Ur-Echse, die Megachirella-Wachtleri (der zweite Name ist der ihres Entdeckers Michael Wachtler), welche im Mai 2018 von Wissenschaftlern per Computer rekonstruiert wurde und wohl vor genau 240 Millionen Jahren gelebt hat und damit zur Mutter aller Schuppenkriechtiere unseres Planeten wurde. Es ist kein Zufall, dass das Wissenschaftsmagazin Nature ihr das Cover mit dem Titel "Der Ursprung aller Echsen" widmete.

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