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Zwischen Töpfen und Öfen
Die ladinische Küche

Inspiriert von zahlreichen uralten und vorwiegend bäuerlichen, also typisch bodenständigen Gerichten, schafft es die ladinische Küche im Laufe der Zeit mit ihrer unbestrittenen Natürlichkeit weiterhin auf allen Tischen einen guten Eindruck zu machen. Die Gerichte, die es auch in ihren verschiedenen, manchmal von Ort zu Ort variierenden Zubereitungsformen zu entdecken und zu probieren gilt, faszinieren die Feinschmecker und erobern immer wieder eine Reihe von Fans. Die "Panicia" (Gerstensuppe) in einer Schüssel aus Brot oder die "Canci", die weißen (blanc) oder auch roten (checi) kleinen Ravioli, zu genießen, bleibt z.B. zusammen mit einem Enneberger Wildgericht ein Erlebnis, das selbst den anspruchsvollsten Gaumen zufriedenstellt. Und vergessen Sie nicht, die Kreationen der jungen Köche zu probieren, die in einem modernen Stil, mit Fantasie, neuen Kombinationen und exzellentem Geschmack wiederentdecken, was einst die Küche der Großmutter war. Und selbst die "Michelin"-Sterne sind im Gadertal zu Hause!

Großmutters Rezepte
CROSTI (süßes Brot)

Alle Zutaten mischen und eine Viertelstunde zu einem glatten, elastischen Teig verarbeiten. Ca. 20 Minuten gehen lassen. Den Teig in 60-Gramm-Stücke schneiden und mit einem Nudelholz auf 1 cm Durchmesser ausrollen. Die "Crosti" auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und weitere 10 Minuten gehen lassen. Bei 180°C ca. 10-12 Minuten backen. Sobald sie aus dem Ofen kommen, mit Zuckerwasser bepinseln.

Zutaten für ca. 30 Crosti: 

1 kg Mehl, 50 g Bierhefe, 100 g Butter, 3 EL Öl, 200g Salzkartoffeln, 100 g Rosinen, 1 geriebene Zitronenschale, 2 EL Rum, 2 Eier, 100 g Zucker, 1 TL Salz, 250 ml Milch, 1 TL Vanillezucker, 1 TL Anis.

Großmutters Rezepte
TULTRES (gefüllte Teigtaschen)

Aus den Zutaten einen festen Teig zubereiten und eine Stunde abgedeckt ruhen lassen.

Eine 5 cm dicke Rolle formen, in Scheiben schneiden und zu dünnen Teigblättern ausrollen, im Durchmesser etwa so groß wie eine Handfläche. 

Natürlich können Sie auch Teigblätter mit der Nudelmaschine formen und dann Kreise von ca. 12 cm Durchmesser ausschneiden. Mit der Füllung bestreichen, mit einem zweiten Teigblatt bedecken und die Ränder zum Verschließen gut zusammen drücken. Zum Schluss die Tultres in heißem Öl frittieren. Die häufigsten Füllungen bestehen aus Sauerkraut, Ricotta und Spinat oder Kartoffeln und Ricotta. 

Zutaten für den Teig (für 4 Personen):

250 g Roggenmehl, 250 g Weizenmehl, 1 Ei, eine Prise Salz, Milch nach Geschmack, 1 Tropfen Öl

Großmutters Rezepte
CRAFUNS MORI (Knieküchle)

Milch, Joghurt, Hefe und 100 g Mehl mischen und ca. 10-15 Minuten gehen lassen. Restliches Mehl, Öl, Eier und Salz zugeben und gut durchkneten.

Zugedeckt noch eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Den Teig ca. 2,5 cm dick ausrollen und mit einem Glas oder einer runden Form Kreise von ca. 10 cm Durchmesser ausschneiden. 

Die Teigscheiben vorsichtig ziehen, sodass sie in der Mitte dünn werden, aber an den Rändern dicker bleiben. In heißem Öl auf jeder Seite ca. 2 Minuten backen. Zum Schluss einen großzügigen Löffel Hirsch- oder Rehragout in die Mitte der "Knieküchle" geben und servieren. 

Die Knieküchle können auch mit Tomatensauce, Pilzen und Preiselbeermarmelade serviert werden.

Zutaten für 4 Personen:
600 g Mehl (00), 2 Eier, ein halbes Glas Öl, 250 ml Milch, 40 g Bierhefe, eine Prise Salz, 125 g Naturjoghurt

Südtirol