Harmonika Weltcup 2026

Spring Special
Angebot
Harmonika WM 2026

Willkommen zur Weltmeisterschaft der Steirischen Ziehharmonika

Vom 4. bis 7. Juni 2026 wird St. Vigil in Enneberg zum Treffpunkt für Musikantinnen und Musikanten, Familien, Begleitpersonen und Freunde der Steirischen Ziehharmonika aus dem gesamten Alpenraum.

Nach 19 Jahren kehrt die Weltmeisterschaft wieder nach Südtirol zurück und findet erstmals in Ladinien statt. Für unsere Gemeinschaft ist dies eine große Ehre, aber auch eine Verantwortung. Denn ein Ereignis dieser Art ist mehr als ein Wettbewerb: Es ist eine Begegnung zwischen Menschen, Generationen, Sprachen und Kulturen.

Im Mittelpunkt stehen die Freude an der Musik, der Respekt vor der Tradition und die Begeisterung jener, die dieses Instrument mit Können und Leidenschaft spielen. Besonders in Ladinien ist die Steirische Ziehharmonika tief verwurzelt. Viele junge Menschen tragen diese Musikkultur mit großer Hingabe weiter und zeigen, dass Tradition lebendig bleibt, wenn sie von neuen Generationen mitgetragen wird.

Wir möchten alle Teilnehmenden und Gäste herzlich willkommen heißen und ihnen Tage ermöglichen, die von Musik, Begegnung, Wertschätzung und echter Gastfreundschaft geprägt sind.

Programm:

Programm:
  • Donnerstag 04.06
  • Freitag 05.06
  • Samstag 06.06
  • Sonntag 07.06
  • Donnerstag 04.06

Donnerstag 04.06

  • 20:00 Eröffnungsveranstaltung im Musikpavillon
  • Südtiroler Abend mit bekannten Gruppen und Solisten sowie dem Harmonika Orchester „Dolomites“ unter Eduard Huber

 

  • Freitag 05.06

Freitag 05.06

  • 9:00 –17:00 Harmonika-WM Junioren und Erwachsene + nachmittags evtl. 1 Kategorie C der Österr. Staatsmeistersch. (abhängig von den Anmeldungen!) >>> in der Mittelschule (Scora Mesana)

  • 20:00 Konzert mit dem bekannten Klemen-Rošer-Trio aus Slowenien und der Musikkapelle Musiga Catarina Lanz aus St. Vigil >>> im Musikpavillon

  • Samstag 06.06

Samstag 06.06

  • 9:00 –16:30 Österreichische Staatsmeisterschaften in allen Altersklassen für Steirische Harmonika und Volksmusikgruppen  in der Mittelschule (Scora Mesana)

  • 19:00 Preisträgerkonzert und Preisverleihung im Musikpavillon

  • Sonntag 07.06

Sonntag 07.06

  • 10:00 Uhr Heilige Messe in der Pfarrkirche zum heiligen Vigilius
  • 10:45 Uhr Prozession durch die Straßen des Dorfes

Veranstaltungskarte

Hier finden Sie nützliche Orientierungspunkte, damit Sie sich während der Veranstaltungstage besser zurechtfinden.

Aktivitäten

Von entspannenden bis hin zu adrenalingeladenen Aktivitäten bietet unsere Destination eine große Auswahl an Möglichkeiten, um Ihren Aufenthalt noch angenehmer zu gestalten. Mit dem Kauf eines Tickets für einen der Tage der Weltmeisterschaft erhalten Sie einen Voucher für das Spring Special, unser Aktivitätsangebot für den Frühling.

Mit dem Voucher können Sie kostenlos oder zu einem stark ermäßigten Preis an geführten Wanderungen und Erlebnissen teilnehmen, Museen besuchen, die Zipline, den Eulenpark und vieles mehr entdecken.

Die vollständige Liste der Angebote finden Sie auf unserer Website.

Entdecke mehr

San Vigilio Dolomites: ein Ort mit Haltung

San Vigilio Dolomites ist ein Lebensraum, in dem Natur, Kultur und Gemeinschaft eng miteinander verbunden sind. Die Dörfer liegen im Herzen Ladiniens, einer der ältesten Kulturräume der Alpen. Hier sind Sprache, Bräuche, Musik und Zusammenhalt nicht nur Teil der Geschichte, sondern prägen bis heute den Alltag der Menschen.

Die Destination steht für eine Form von Gastfreundschaft, die auf Achtsamkeit, Respekt und echter Begegnung beruht. Wer hier ankommt, betritt keinen austauschbaren Urlaubsort, sondern eine gewachsene Gemeinschaft mit eigener Identität, mit starken Vereinen, aktiven Familien, engagierten Betrieben und einer tiefen Verbundenheit zum eigenen Lebensraum.

Ein besonderer Wert liegt im Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur. Große Teile des Gebietes sind geschützt und gehören zu einer Landschaft, die mit Sorgfalt behandelt werden muss. Diese Verantwortung prägt auch das Selbstverständnis der Destination: Entwicklung soll nicht auf Kosten des Ortes geschehen, sondern im Einklang mit der Bevölkerung, der Kultur und der Natur.

Gerade deshalb versteht San Vigilio Dolomites Gastgeben nicht nur als touristische Aufgabe. Es bedeutet, Menschen willkommen zu heißen, ohne die eigene Identität zu verlieren. Es bedeutet, Begegnungen zu ermöglichen, Traditionen sichtbar zu machen und gleichzeitig sorgsam mit dem umzugehen, was diesen Ort besonders macht.

In diesem Umfeld erhält auch die Weltmeisterschaft der Steirischen Ziehharmonika ihren passenden Rahmen: nicht als reine Veranstaltung, sondern als Moment, in dem Musik, Gemeinschaft und die Werte einer besonderen Destination spürbar werden.

Die Ladiner

Als Hüter einer über zweitausend Jahre alten Geschichte und Kultur haben die Ladiner die politische, geografische und kulturelle Entwicklung der Dolomiten mitgeprägt. Die ladinischen Täler, ein Begegnungsraum zwischen dem deutschen Sprachraum, Italien und den mediterranen Kulturen, haben eine starke eigene Identität entwickelt.

Die ladinische Sprache gehört zur rätoromanischen Sprachgruppe, gemeinsam mit dem Schweizer Rätoromanischen und dem Friaulischen. Sie wird in mehreren Tälern zwischen Südtirol, Trentino und Venetien gesprochen, darunter im Gadertal und in Gröden.

Trotz politischer und administrativer Veränderungen hat die ladinische Kultur ihre Kontinuität bewahrt. Dazu hat auch die besondere Talstruktur beigetragen, die den Erhalt der Sprache und ihrer lokalen Varianten begünstigt hat. Heute ist Ladinisch geschützt und wird neben Italienisch und Deutsch in der Verwaltung, in der Schule und im Alltag verwendet.

Die Gastronomie ist ein wesentlicher Bestandteil der ladinischen Identität. Sie ist eine Küche bäuerlichen Ursprungs, geprägt von den Zutaten der Almwirtschaft, von traditionellen Konservierungstechniken und von der Saisonalität. Einfach und nahrhaft, beruhte sie auf Produkten aus der Viehwirtschaft und auf dem, was die Erde hergab: Mehl, Kartoffeln, Eier und Milchprodukte. Diese Grundnahrungsmittel waren wesentlich, um die Arbeit auf den Feldern zu bewältigen.

"Les Viles"

Die enge Beziehung, die die lokale Bevölkerung zur umgebenden Natur aufbauen musste, hat auch die Struktur der malerischen Dörfer stark geprägt, die zwischen Tälern und sonnigen Hängen verstreut liegen.

Das Grundelement der ladinischen Siedlungsform ist die „Vila“. Dabei handelt es sich um einen ländlichen Weiler, der aus mehreren nahe beieinanderliegenden Höfen besteht. Diese Siedlungsform förderte die Zusammenarbeit und die gemeinsame Nutzung von Ressourcen.

Jede Vila verfügte über eigene Felder sowie mindestens einen gemeinsam genutzten Ofen und einen Brunnen, um die herum die Häuser angeordnet waren. Es waren weitgehend autarke Kleingemeinschaften, in denen das bäuerliche Leben seinen Mittelpunkt fand.

Die Sagen

Ein weiteres grundlegendes Element der ladinischen Kultur, das alle Täler miteinander verbindet, ist die starke Tradition des gemeinsamen Erzählens, vor allem von Sagen und Legenden.

Das Rëgn de Fanes ist der wohl emblematischste Sagenzyklus, da er die Form eines Epos annimmt, mit Ursprüngen, Helden, Prüfungen, Verrat und dem abschließenden Versprechen einer Rückkehr. Über Jahrhunderte wurde die Sage mündlich weitergegeben. Die Älteren erzählten sie den Kindern und fügten dabei Elemente hinzu oder veränderten sie, in einem Prozess stetiger Weiterentwicklung.

Für das moderne Publikum „lesbar“ gemacht wurde sie von Karl Felix Wolff, einem Journalisten und Forscher, der zwischen dem späten 19. und dem frühen 20. Jahrhundert zahlreiche Dolomitensagen sammelte und überarbeitete. Damit trug er dazu bei, den erzählerischen Kern dieses außergewöhnlichen Zeugnisses kreativer Vorstellungskraft schriftlich festzuhalten.

Die zwei Naturparks

Fanes-Senes-Braies

Der Naturpark Fanes Sennes Prags zeigt eine typische Dolomitenlandschaft mit weiten Gebieten von großem wissenschaftlichem Interesse aufgrund ihrer komplexen Geomorphologie. Ein zentrales Element sind die Hochflächen von Fanes und Sennes, wo die Karstlandschaft besonders deutlich ausgeprägt ist.

Dabei handelt es sich um ein Phänomen, bei dem Wasser Kanäle, Spalten und Höhlen in den Kalkstein gräbt, aus dem ein großer Teil der Hochfläche besteht. In diesem Gelände, das fast an einen Schweizer Käse erinnert, können Bäche, die von den Bergen herabfließen, unter der Erde verschwinden und erst viele Kilometer weiter talabwärts wieder an die Oberfläche treten.

Diese Landschaft ist sehr selten und bringt eine einzigartige Biodiversität hervor. Zahlreiche Tier und Pflanzenarten haben sich an diese besondere Umgebung angepasst. Steinböcke, Murmeltiere, Salamander und Edelweiß gehören nur zu einigen der Bewohner des Parks, denen Sie mit etwas Glück begegnen können, wenn Sie aufmerksam und respektvoll unterwegs sind.

Puez-Odle

Der Naturpark Puez Odle liegt zwischen dem Würzjoch im Norden und dem Grödner Joch im Süden. Im Osten reicht er bis ins Gadertal und umfasst Campill und Untermoi, während er sich im Westen bis in die Täler Villnöss und Gröden erstreckt.

Landschaftlich verbindet er große Hochflächen, wie Puez und Gardenaccia, mit markanten Felsgruppen und symbolträchtigen Gipfeln wie dem Peitlerkofel. Gerade an den Hängen des Peitlerkofels ist die geologische Struktur der Dolomiten besonders gut sichtbar.

Wenn Sie aufmerksam hinschauen, können Sie deutlich erkennbare Gesteinsschichten mit unterschiedlichen Färbungen entdecken, die verschiedene Abschnitte in der Geschichte dieser Berge anzeigen. Nicht umsonst wird der Naturpark auch „Das geologische Buch der Erde“ genannt.