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Naturparks in südtirol
Naturparks

Naturparks sind Naturschutzgebiete, die durch staatliche und regionale Gesetze bzw. bei Regionen mit Sonderstatus, auch durch Landesgesetze, geregelt werden. Südtirol weist, abgesehen vom Südtiroler Teil des Nationalparks Stilfserjoch, insgesamt 7 durch ein Landesgesetz von 1977 auserwählte und geschützte Naturschutzgebiete vor. 

Naturparks haben laut Gesetz die Funktion, Umwelt, Flora, Fauna und Umweltschutz wissenschaftlich zu erforschen, die biologische Vielfalt zu schützen, Bildung und Kultur zu fördern, und zwar nicht nur als Zeugnis der Vergangenheit, sondern auch als Wahrzeichen für die Zukunft, sowie seitens der ansässigen Bevölkerung und der Gäste eine Akzeptanz aufzubauen, die, im Einklang mit den traditionellen menschlichen Eingriffen, zur Erhaltung des Naturraumes beiträgt. Gleichzeitig dienen sie auch als Erholungsraum für den Menschen, der diese ursprünglichen und geschützten Landschaften mit Rücksicht und Respekt genießen soll. 

Ein Großteil der zu den Gemeinden Enneberg  und San Martin gehörenden Landschaft liegt in den Naturparks Fanes-Sennes-Prags und Puez-Geisler. Es handelt sich um zwei der schönsten Naturparks Südtirols, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber beide eine große Faszination ausüben.
Der Naturpark Fanes-Sennes-Prags steht vor allem für das Reich der Tiere, mit einer Vielfalt an ausgestorbener oder bestehender Fauna, die typisch für die gesamte Region der Dolomiten ist, vom Ursus Ladinicus (Ladinischer Bär) bis hin zu den sehr scheuen Murmeltieren.

Der Naturpark Puez-Geisler wird als Freiluft-Erdgeschichtsbuch definiert.  Dort können die Gesteine unterschiedlichen geologischen Zeitalters selbst mit einem profanen Auge gut erforscht werden.                

Der Grödner-Sandstein, die Bellerophon-Formation, die Wengen- und St. Kassian-Formationen, der Schlern-Dolomit und die Raibl-Formation gleichen hier fast 250 Millionen Jahre alten Fotografien.

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